IHKs in MV: Wirtschaft auf Rekordkurs

Rostock/Schwerin, 7. Februar 2017. Zu Jahresbeginn 2017 zeigt sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf Rekordkurs. Mit 55 Prozent beurteilt mehr als die Hälfte der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als „gut“. 37 Prozent sind mit ihrer geschäftlichen Situation zufrieden. Damit schätzen die Unternehmen ihren wirtschaftlichen Status quo erneut besser ein als in den vergangenen Konjunkturbefragungen zum Jahresbeginn. Der IHK-Konjunkturklimaindikator verbessert sich erneut gegenüber dem Vorjahr. Er steigt von 123,8 Punkten auf 127,3 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert zu einem Jahresbeginn in den letzten zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis führte die Auswertung der Antworten von fast 600 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der Konjunkturumfrage der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern im Januar 2017.
„Branchenübergreifend war 2016 ein sehr erfolgreiches Jahr für die meisten Unternehmen“, so Peter Volkmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock für die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern. „Das noch junge Jahr 2017 gehen die Unternehmen optimistisch an.“
Für die kommenden zwölf Monate erwarten 89 Prozent der Betriebe gleich gute oder bessere Ergebnisse. Das anhaltend niedrige Zinsniveau, die vergleichsweise niedrigen Energie- und Rohstoffkosten sowie die weiterhin kräftigen privaten und staatlichen Konsumausgaben sorgen dafür, dass die Wirtschaft des Landes weiter auf Wachstumskurs bleiben kann.
Die sehr gute wirtschaftliche Lage der Unternehmen findet auch in den Beschäftigungsplänen ihren Niederschlag. Diese haben im Vergleich zur Umfrage von 2016 noch einmal deutlich zugelegt. 18 Prozent der Betriebe wollen ihren Personalbestand aufstocken und 71 Prozent rechnen mit einer konstanten Mitarbeiterzahl. Bereits im Vorjahr stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern, besonders in der Industrie und im Dienstleistungsgewerbe, an. Vieles spricht dafür, dass der Beschäftigungsaufbau auch 2017 anhalten wird. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen werden allerdings von einem messbaren Fachkräfteengpass begrenzt.
Trotz zunehmender globaler politischer Unsicherheit zeigen sich die exportierenden Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns gut aufgestellt. Der weiterhin günstige Außenwert des Euros, das wieder anziehende Wirtschaftswachstum in der Eurozone und die wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Auslandsabsatzmärkten wirken stabilisierend, so dass 82 Prozent der exportierenden Unternehmen mit gleich bleibenden oder sogar besser verlaufenden Ausfuhren rechnen. Die sehr gute wirtschaftliche Lage und die überwiegend hoffnungsvolle Perspektive für 2017 schlagen sich nur teilweise in expansiven Investitionsplänen der Unternehmen nieder. Der Anteil der Unternehmen mit höherem oder niedrigerem Investitionsbudget stellt sich zu Jahresbeginn ausgeglichen dar. „In Anbetracht der guten wirtschaftlichen Entwicklung und des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus ist die Bereitschaft, in neue Anlagen und Maschinen zu investieren, eher zu gering ausgeprägt“, kommentiert Peter Volkmann. „Die Politik ist dringend aufgerufen, bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Bürokratielasten bestehende Investitionshürden abzubauen.“
Die Konjunkturumfrage der IHK zu Rostock für Jahresbeginn 2017 ist ebenfalls veröffentlicht worden.