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IHK24
22.12.2009 | Das Umdenken hat eingesetzt
Das Umdenken hat eingesetzt - lange Fahrzeugkombinationen finden mehr und mehr Befürworter
(LAG IHK MV/22.12.2009) Die
Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in
Mecklenburg-Vorpommern und der Landesverband des Verkehrsgewerbes
Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzen sich seit Jahren für die
Einführung neuer Verkehrstechnologien ein. Damit befinde man sich
in Übereinstimmung mit dem Masterplan Güterverkehr und Logistik der
Bundesregierung, in dem eine Erhöhung der Effizienz der
Verkehrsabwicklung im Güterverkehr gefordert wird.
Nach einhelliger Expertenmeinung werden auch künftig die
Gütermengen deutlich ansteigen. „Ein wichtiger Beitrag, diese
steigenden Gütermengen zu bewältigen, ist die Zulassung und der
Einsatz von leistungsstarken Fahrzeugkombinationen”, unterstreicht
Ulrich Unger, amt. Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK
der Landesarbeitsgemeinschaft. Dabei handelt es sich um Lastzüge
mit größerer Länge (25,25 m statt 18,75 m) und erhöhtem
Gesamtgewicht (44 statt 40 Tonnen), die in benachbarten
europäischen Ländern bereits zugelassen sind. So rollen in
Schweden, Finnland und den Niederlanden seit vielen Jahren die
längeren Fahrzeugkombinationen. Im vergangenen Jahr wurde in
Dänemark die Infrastruktur passend für die längeren Fahrzeuge
ausgebaut und mit einer dreijährigen Testphase begonnen. Auch in
Deutschland wurden bei Pilotversuchen in den Bundesländern
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bremen und
Thüringen bereits gute Erfahrungen mit den langen
Fahrzeugkombinationen gesammelt. In Mecklenburg-Vorpommern sind im
Rahmen von Ausnahmegenehmigungen mehrere lange Lastzüge, sog.
EuroCombis, mit Erfolg im Einsatz. Offen für eine „maßvolle”
Änderung der Lkw - Abmessungen, um das vorhandene Straßennetz
besser nutzen zu können, zeigt sich inzwischen auch der neue
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).
„Die Fahrzeugkombinationen bieten eine Reihe von Vorteilen. Auf
den Routen, auf denen diese Fahrzeuge eingesetzt werden, sind bei
höherer Transportleistung weniger Fahrzeugumläufe notwendig. Das
spart Kraftstoff, reduziert Lärm und Umweltbelastungen sowie
Fahrpersonalkosten”, schätzt Manfred Ruprecht, Präsident des
Landesverbandes des Verkehrsgewerbes, ein. „Die viel zitierte
übermäßige Belastung der Straßen und Brücken findet nicht statt, da
sich das Gewicht auf zusätzliche Achsen verteilt.”
Eine ökologische Logistik erfordert Veränderungen bei den
Fahrzeuglängen und dem zulässigen Gesamtgewicht - hierfür setzen
sich die Industrie- und Handelskammern in Neubrandenburg, Rostock
und Schwerin sowie der Landesverband des Verkehrsgewerbes ein.

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