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STANDORTPOLITIK
Umfrage zur Linienflugverkehrs-Verbindung Rostock-München
89% der Unternehmen sehen das Image M-Vs
gestärkt
Im März 2007 hat die IHK zu Rostock mit Unterstützung des
Flughafens in einer Umfrage 400 Unternehmen zur
Linienflugverkehrsverbindung Rostock (Laage) - München befragt.
Angesprochen waren neben den Vollversammlungs- und
Ausschussmitgliedern der IHK vor allem größere Unternehmen der
Tourismuswirtschaft, Industrieunternehmen, innovative Firmen,
Institutionen und Forschungseinrichtungen.
Die Befragung war auf die Einschätzungen zur Bedeutung der Linie
für den Wirtschaftsstandort M-V und für das jeweilige Unternehmen
sowie die Nutzung des Angebotes gerichtet. Die vergleichsweise hohe
Antwortquote von 30% dokumentiert ein großes Interesse der
Unternehmen an der Aufrechterhaltung dieser Fluglinie. Dabei wurde
immer wieder deutlich, dass die Linie eine starke Bedeutung
besonders als Standortfaktor hat und für den Unternehmensalltag
eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Sie wirkt auch positiv
auf die Geschäftsbeziehungen aus und wird als Imagesteigerung für
die Unternehmen empfunden.
Direkte Marketingeffekte bekundet
Die eigene Standortwahl für Betriebsansiedlungen bzw.
-erweiterungen würde bei 38% der Unternehmen durch die existierende
Fluglinie positiv beeinflusst. Sogar 61% der Unternehmen sehen in
der Existenz der Verbindung einen direkten Marketingeffekt, unter
anderem zur Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen. Etwa die Hälfte
der Unternehmen gibt an, dass das Image und die Wahrnehmung ihres
Unternehmens durch die Existenz der Fluglinie erhöht wird.
Etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen nutzen die Fluglinie Rostock-Laage - München. Dabei wird die Verbindung von 60% dieser Unternehmen öfter als dreimal pro Jahr genutzt. Jeweils 11% nutzen die Verbindung 10- bis 20-mal im Jahr bzw. öfter als 20-mal pro Jahr.
Im Ergebnis kann festgestellt werden:
- Zuverlässige Linienflugverbindungen sind als Standortfaktor immens wichtig. Die überregional Tätigen benötigen die Erreichbarkeit über entsprechende Linienangebote. Im Schwerpunkt regional agierende Unternehmen sind dem gegenüber bei der positiven Einschätzung des Flughafens und der Fluglinie eher zurückhaltend. Überregionalität stärkt jedoch die Wettbewerbsfähigkeit.
- Mit Blick auf die Tourismusentwicklung, insbesondere für den Tagungstourismus, ist die Fluglinie unverzichtbar. Hier wird durch die IHK ein deutliches Entwicklungspotenzial gesehen, z.B. durch gemeinsame Marketingaktivitäten mit den regionalen Tourismusverbänden und dem Schnüren von Paketangeboten.
- Als wichtig für die effektive Gestaltung von Geschäftsreisen wird die Verbindung an das Drehkreuz München bestätigt. Die Befragten sprechen sich für eine gezielte Entwicklung des Flughafen Rostock-Laage und eine Ausweitung des Angebotes an Flugverbindungen aus. Weitere Ziele wie z.B. Köln, Frankfurt am Main und Kopenhagen werden gewünscht.
- Im Vergleich zu anderen Flugangeboten z.B. von Hamburg oder Berlin aus wird der relativ hohe Preis als Grund für die Nichtinanspruchnahme genannt. Zu prüfen ist, ob Preisanpassungen auch im Zusammenhang mit steigenden Nutzerzahlen möglich sind. Allerdings muss auch vermittelt werden, dass in der Gesamtrechnung auch längere Anfahrzeiten und höhere Anfahrkosten berücksichtigt werden müssen.
- Ein gezieltes Marketing kann helfen, die Auslastung der Fluglinie weiter zu erhöhen. Gemeinsame Anstrengungen der Airline, des Flughafens und der Wirtschaft sind notwendig. Der positive Trend der Nutzerzahlen weist in die richtige Richtung. Die Eigenwirtschaftlichkeit der Fluglinie muss dabei das realistische Ziel sein. Auf diesem Weg wird die weitere Unterstützung des Landes dringend benötigt.
Weitere Informationen können Sie der Gesamtauswertung entnehmen.

© Industrie- und Handelskammer zu Rostock.