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STANDORTPOLITIK

Landesverkehrskonferenz 2011

Rund 200 Vertreter der Logistik- und Verkehrsbranche diskutierten am 28.04. bei der Landesverkehrskonferenz in Linstow, die gemeinsam von den Industrie- und Handelskammern des Landes und dem Landesverband des Verkehrsgewerbes M-V organisiert wurde, über die Herausforderungen und Ziele einer ausgewogenen und nachhaltigen Verkehrspolitik für Mecklenburg-Vorpommern.

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur für alle Verkehrsträger ist die Basis für Mobilität, für Wirtschaftsentwicklung, für Wettbewerbsfähigkeit, für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie für die weitere Integration Mecklenburg-Vorpommerns in das gesamteuropäische Verkehrsnetz. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Wachstums der Güterverkehrsleistung in Deutschland um weitere 70 Prozent bis zum Jahr 2025 müssen die seit Jahren unzureichenden öffentlichen Investitionsmittel für die Verkehrsinfrastruktur insbesondere in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft erheblich gesteigert werden.

„Dringendes Ziel ist, die Wachstumschancen für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur zu erhalten, sondern entscheidend zu verbessern. Dazu müssen öffentliche Mittel für den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt und langfristig gesichert werden. Die Lage Mecklenburg-Vorpommerns an der Ostsee ist ein großer Standortvorteil für logistische Wertschöpfungsketten, der noch stärker genutzt werden muss“, betonte der geschäftsführende Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Hering.

Die Verkehrsinfrastruktur Mecklenburg-Vorpommerns habe sich in den letzten 20 Jahren zwar positiv entwickelt und damit solche Ansiedlungen wie die Holzindustrie in Wismar, Liebherr in Rostock oder die Hotels auf Usedom ermöglicht, allerdings dürfe man auf diesem erfolgreich eingeschlagenen Weg nicht stehen bleiben. „Damit die Investitionen der vergangenen Jahre auch nachhaltig und effektiv wirksam werden, müssen weitere, ergänzende Vorhaben verwirklicht werden“, sagte Hering.

Dies betreffe im Bereich der Straßeninfrastruktur in erster Linie den Bau der Autobahn A14 zwischen Schwerin und Magdeburg einschließlich des Neubaus der Bundesfernstraßenverbindung Mirow-Wittstock sowie der Bundesstraße B 96/B 96n von Sassnitz bis Berlin. Beim Schienennetz habe der Ausbau der Strecken Berlin – Rostock, Berlin – Pasewalk – Stralsund sowie das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 1 Lübeck – Bad Kleinen – Rostock – Stralsund weiterhin oberste Priorität. Im Zusammenhang mit der Knotenfunktion der Häfen Mecklenburg-Vorpommerns im Verkehr zwischen den Metropolregionen Berlin – Hamburg – Kopenhagen/Malmö sprechen sich die IHKs in MV dafür aus, die Achse Berlin – Rostock/Sassnitz in das neu zu schaffende Kernnetz im Rahmen der Revision der Transeuropäischen Verkehrsnetze durch die EU aufzunehmen.

Im Verlauf der Landesverkehrskonferenz übergab der geschäftsführende Präsident der IHKs in MV, Wolfgang Hering, ein gemeinsames verkehrspolitisches Papier an Landesverkehrsminister Volker Schlotmann.

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letzte Aktualisierung: 06.05.2011

 
 

DOKUMENT-NR. 74546

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