IHK-Jahresthema 2012 – „Energie und Rohstoffe für morgen“
„Energie und Rohstoffe für morgen“, so lautet das Jahresthema der IHK-Organisation 2012. In bundesweit über 1000 Veranstaltungen werden DIHK und IHKs die Öffentlichkeit für die Herausforderungen der Energie- und Rohstoffversorgung sensibilisieren, die Sorgen der Wirtschaft an die Politik herantragen und neue praxisnahe Lösungswege vorstellen. Denn die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft die Energie- und Rohstoffpreise als Risiko Nummer eins sieht.
Mit dem Jahresthema 2012 verstärken der DIHK und die IHKs noch einmal ihr Engagement um eine sichere Energie- und Rohstoffversorgung zu wirtschaftlichen Preisen und um einen effizienten Umgang mit unseren Ressourcen. Schon seit 2009 hat die IHK-Organisation im Rahmen der Partnerschaft für Klimaschutz und Energieeffizienz mit der Bundesregierung über 20.000 Unternehmer in Veranstaltungen erreicht. Ein weiteres Beispiel ist die IHK-Recyclingbörse.
Energie und Rohstoffe spielen eine entscheidende Rolle für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Ihre Verfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen ist eine entscheidende Grundlage der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Wirtschaft und Politik stehen aber vor großen Herausforderungen: Die von der Regierung beschlossene „Energiewende“ ist noch lange nicht vollzogen und muss jetzt in den Regionen und in den Betrieben umgesetzt werden. Auch die zunehmenden Engpässe bei der Rohstoffversorgung entwickeln sich zu einem Problem, für das die Unternehmen und flankierend auch der Staat dringend Lösungen finden müssen.
Mit den Beschlüssen zur „Energiewende“ hat die deutsche Politik einen grundlegenden Umbau der Energieversorgung eingeleitet. Ziel ist es, die Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Damit die Energiewende gelingt, sind Milliardeninvestitionen in neue Netze, Speicher und Kraftwerke erforderlich. Es bedarf eines hochprofessionellen und entschlossenen Projektmanagements auf allen Ebenen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, um die notwendigen Entwicklungen und Investitionen aufeinander abzustimmen und zu koordinieren.
Gleichzeitig muss die Bundesregierung die Vollendung des europäischen Energiebinnenmarktes vorantreiben. Denn ökonomisch ist es sinnvoll, Technologien dort einzusetzen, wo sie am effizientesten sind. Die nationalen Stromnetze müssen stärker miteinander verbunden werden. Die europäische Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien muss gestärkt werden, um die Belastungen für die Stromkunden möglichst schnell zu senken. Eine erfolgreiche Energiewende bietet der deutschen Wirtschaft auch erhebliche Chancen, ihre Position als europäischer und internationaler Technologieführer im Bereich der Erneuerbaren Energien zu behaupten.
Auch die Verfügbarkeit vieler Rohstoffe wird knapper und damit steigen die Preise. Gerade in den für die Energiewende so wichtigen „grünen Technologien“ wie Windkrafträdern, Photovoltaik und LEDs sind Rohstoffe wie beispielsweise die „Seltenen Erden“ enthalten, die sich drastisch verteuert haben. Immer mehr Unternehmen verstärken deshalb ihre Anstrengungen zur Sicherung der Rohstoffversorgung. Beschaffung und Effizienzsteigerung im Ressourceneinsatz sind grundsätzlich Aufgabe jedes Unternehmens. Der Staat kann und soll sie bei ihren Bemühungen aber unterstützen – etwa durch eine Raumplanung, die den Abbau heimischer Rohstoffe langfristig gewährleistet. Aber auch der Bezug von Importrohstoffen kann beispielsweise durch Rohstoffpartnerschaften mit dem Ausland erleichtert werden.Mehr Informationen zum Jahresthema 2012 „Energie und Rohstoffe für morgen“ und die von den IHKs und dem DIHK geplanten Veranstaltungen finden Sie ab Mitte Januar 2012 auf der Internetseite www.energie-und-rohstoffe.ihk.de.
Quelle: DIHK: Dr. Hermann Hüwels
letzte Aktualsisierung: 08.08.2012